Ich und du und Puk

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Kurzübersicht

Kleine Kinder können noch nicht schreiben, aber denken. Was geht im Kopf von Kleinkindern vor? Die Fantasie bringt häufig die Wirklichkeit ins Wanken. 

Details

"Das Kamel war weg. Mama ließ den Einkaufswagen stehen, packte mich am Schlafittchen, und wir rasten durch den ganzen Superladen. Eine lange Weile riefen wir und suchten auf dem Boden herum und verblüfften eine ganze Menge Leute und schoben sie auf die Seite. ›Ach, entschuldigen Sie, unser Kamel ist weg‹,  murmelte Mama immer. Plötzlich sahen wir es. Da guckte der grüne Kopf neben der Margarine über den Rand der langen Tiefkühltruhe. Das kleine Kamel schnappte ordentlich nach Luft, so froh war es, mich zu sehen."
Kleine Kinder können noch nicht schreiben, aber denken. Was geht im Kopf von Kleinkindern vor? Die Fantasie bringt häufig die Wirklichkeit ins Wanken. Ein Kleinkind sieht die Welt völlig anders als ein Erwachsener. Was für uns alltäglich ist, wird für ein Kind zum Besonderen. Das beweist die zweijährige Lisa. Gemeinsam mit ihrer Puppe Puk stellt sie sich den Abenteuern eines jeden Tages und zeigt uns großen Leuten, wie aufregend das Leben für ein kleines Kind ist. Lisas Erzählung ist eine Einladung an alle Erwachsenen, sich auf diese kindliche Weltsicht einzulassen und das Leben einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.


Zusatzinformation

ISBN 978-3-934141-49-0
Autor Gabriele Engelbert
Buchtitel Ich und du und Puk
Untertitel

 Ein Kind erklärt die Welt

Lieferbarkeitsstatus lieferbar
Auflagenart Neuausgabe
Erscheinungstermin 18.12.2002
Verlag Verlag Neue Literatur
Seitenzahl 60
Breite (cm) 12,20 cm
Höhe (cm) 19,90 cm
Verarbeitung Softcover
Abbildungen s/w k. A.
Abbildungen farbig k. A.
Autoren-Information

Gabriele Engelbert

Leseprobe

Fertig, sagt Mama, als sie mir die Knöpfe meiner braunen Trägerhose zugemacht hat, "praktisch, prima, patent: unsere Lisa. Los geht’s."
Los geht’s bei mir mit arbeiten.
Und mit reden.
Ich nehme meinen Puk am Arm, und wir laufen nach draußen. Kennst du meinen Puk? Er hat Lach-Augen, gelbe Haare und seine Haut ist überall rotweiß kariert.
Auf der Terrasse riecht es nach Sonne. Mal sehen, was es da zu tun gibt.
Und zu reden.
Mama kommt hinter mir hergelaufen. "Moment noch, Lisa." Sie versucht morgens immer, mir die Haare zu kämmen. Die wollen das aber gar nicht.
Ich habe auch keine Zeit mehr. Mit Puk im Arm umrunde ich die Terrasse zwischen dem Gartentisch und Mamas Blumen und fange an.
Mit dem Tag und mit mir.
Los geht’s.
Lass dir was erzählen.
Was vorschnattern, wie Mama sagt. Ich dachte, ich sollte das tun. Denkst du das auch?
Was ist bei dir denn so los? Und bei den anderen großen Leuten?
Bei uns ist gerade was Schönes los. Bei Mama und Vati und mir. Ich habe Geburtstag in unserem Wohnzimmer. Da steht das alte Bücherregal neben dem Sofa wie immer. Aber der Tisch sieht plötzlich nicht mehr wie unser Tisch aus.
Hast du das auch manchmal? Geburtstag?
Natürlich bin ich jetzt groß geworden. Wegen des Geburtstages. Zwei Jahre groß. Wie viel ist das denn?
Es fing gar nicht so schön an mit dem Geburtstag. Am Abend vorher sagte Mama nämlich, der Puk sollte im Wohnzimmer schlafen.
Mein Puk? Nee, wieso das denn? Aber er musste.
Denk mal, als ich wach wurde, merkte ich sofort, dass Puk wieder da war. Er lag neben mir auf dem Kopfkissen. 

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