Details
Es gibt Dinge im Leben, die lassen sich nicht ändern. Und solche, die man regeln kann, wenn man nur mutig und ein bisschen frech ist.
Einen Termin, auf den man als Kassenpatient lange warten muss, kann man sich wesentlich schneller besorgen, wenn man am Telefon vorgibt, privat versichert zu sein. Wenn die Bank einen vor die Tür des eigenen Hauses setzen will, weil man die Raten nicht mehr zahlen kann, lässt sich der Bankchef unter Umständen prima mit dessen Verhältnis zu seiner hübschen, jungen Angestellten erpressen. Und dem uneinsichtigen Geschäftsführer der Baufirma kann man mit düsteren Sprüchen zu den Vorteilen eines gut funktionierenden Kamins die Schweißperlen auf die Stirn treiben.
Das Fazit dieser elf schrägen Geschichten: Den Unanständigkeiten und Fußtritten des Alltags sollte man nichts schuldig bleiben.
Zusatzinformation
| ISBN | 978-3-938157-96-1 |
|---|---|
| Autor | Konrad Rößger |
| Buchtitel | Ich bin da wohl jetzt falsch hier? |
| Untertitel | Elf schräge Geschichten |
| Lieferbarkeitsstatus | lieferbar |
| Auflagenart | Neuausgabe |
| Erscheinungstermin | 14.07.2009 |
| Verlag | Verlag Neue Literatur |
| Seitenzahl | 62 |
| Breite (cm) | 12,20 cm |
| Höhe (cm) | 19,90 cm |
| Verarbeitung | Softcover |
| Abbildungen s/w | k. A. |
| Abbildungen farbig | k. A. |
| Autoren-Information | |
| Leseprobe | Für Werner Wohlgemuth war die Zeit gekommen, da er sich nun doch dazu bereit fand, einen Arzt aufzusuchen. Das hatte immerhin mehr als sechzig Jahre gedauert. Die Ängste seiner Frau, »Männer in deinem Alter sterben manchmal ganz plötzlich«, und das gelegentliche Zwicken und Zwacken hatte er lang ignoriert. Nun aber war es häufiger aufgetreten und ein bisschen stärker geworden, und so gab er schließlich der Vernunft den Vorzug und saß eines Tages im Wartezimmer eines Allgemeinmediziners. Dort war er einer von Vielen und einer der Letzten. Während er in den umherliegenden Zeitschriften blätterte, was er ganz unterhaltsam fand, fragte er sich, ob die unbewegten Gesichter der Leute im Raum etwas mit der Praxisgebühr zu tun haben könnten und wofür diese eigentlich zu zahlen sei. W. W. hatte sich mit diesen Dingen bislang nicht beschäftigt. Nach etwa zwei Stunden wurde er aufgerufen, und nach einem freundlichen, wenn auch kurzen Gespräch und einigen diagnostischen Standards in den Kreis der Patienten aufgenommen. Er hatte nun einen Hausarzt. Dieser fand ihn in einem so weit ganz ordentlichen Zustand, bis eben auf ein paar unspezifische Signale, auch in der Brust. »Das wollen wir doch lieber mal abklären lassen«, bestimmte der Hausarzt und überwies Herrn Wohlgemuth zum Kardiologen. »Sehen Sie zu«, sagte er, »dass Sie bald einen Termin bekommen, es könnte schwierig werden.« Das wurde es. |
| Verkaufshinweise | k. A. |
| Rezensionen | k. A. |
| Beigaben | k. A. |
| Gewicht | 0,085 |
