Von Schnapshühnern und Läusekuchen

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Kurzübersicht

Zehn muntere Kurzgeschichten, deren Titel bereits jede Menge Lesespaß erahnen lässt! Ilona Eilenstein erzählt in erfrischender Sprache lustige Episoden aus dem Alltag einer Mutter, die gemeinsam mit ihrem kleinen Sohn überraschende Abenteuer erlebt.

Details

Zehn muntere Kurzgeschichten, deren Titel bereits jede Menge Lesespaß erahnen lässt! Ilona Eilenstein erzählt in erfrischender Sprache lustige Episoden aus dem Alltag einer Mutter, die gemeinsam mit ihrem kleinen Sohn überraschende Abenteuer erlebt. Für viel Aufregung sorgen nicht nur beschwipste Tiere auf dem Bauernhof oder eine schwimmende Sau in der Jauchegrube, sondern auch ein blitzschneller Ritt auf dem Esel von der Eisenacher Wartburg hinunter. Der Alltag hält oft die komischsten Situationen bereit – man muss sie nur erkennen.Treffsicher illustriert werden die Geschichten durch humorvolle Zeichnungen von Arnulf Ehrlich.

Zusatzinformation

ISBN 978-3-938157-93-0
Autor Ilona Eilenstein
Buchtitel Von Schnapshühnern und Läusekuchen
Untertitel  
Lieferbarkeitsstatus lieferbar
Auflagenart Neuausgabe
Erscheinungstermin 10.03.2009
Verlag Verlag Neue Literatur
Seitenzahl 32
Breite (cm) 12,20 cm
Höhe (cm) 19,90 cm
Verarbeitung Softcover
Abbildungen s/w k. A.
Abbildungen farbig k. A.
Autoren-Information

Ilona Eilenstein

Leseprobe

Kakerlaken, bekannt auch als "Gemeine Hausschaben", sind Tiere, die nicht sehr beliebt sind, besonders, wenn sie sich heimisch fühlen in Küche, Bad und wie hier in diesem Fall in einem sozialistischen Arbeitskollektiv von Frauen. Nun sollen alle gut miteinander leben und arbeiten, so wurde es von »oben« verkündet, aber in unserer Gemeinschaft war es zu viel des Guten. Die lieben Tierchen richteten sich im Verbandsschrank, in den Abfallbehältern und im Arbeitsraum gemütlich ein und beglückten uns mit ihrer rasanten Vermehrung. Sie veranstalteten in Schränken und auf den Tischen Schaulaufen, kleine und große Exemplare präsentierten sich vor unseren erstaunten Augen, sogar Albinos waren dabei. Sie scheuten selbst einen Aufenthalt im gut gefüllten Kühlschrank nicht. Diese Schädlinge wussten wahrscheinlich von ihrer abschreckenden Wirkung auf die Damen dieses Büroraumes. Nun hatten die Kolleginnen wie jeden Tag ihre wohlverdiente Frühstückspause und dazu wurde mit der Kaffeemaschine für alle Kaffee gekocht.
"Verdammt", rief eine Frau, "die Kaffeemaschine ist kaputt, es läuft nichts durch die Düse." Eine Kollegin eilt herbei, schaut sich die Sache genau an und schreit plötzlich laut auf. Wir anderen erschraken und dachten, sie hätte ein elektrischer Schlag getroffen. Es war ein "Kakerlaken-Schlag", denn einige prachtvolle Tierchen starrten uns aus der Kaffeemaschine heraus bockig an. Sie wollten wahrscheinlich verhindern, dass wir unseren redlich verdienten Kaffee zu uns nehmen könnten. Wir alle konnten natürlich nicht darüber lachen. Jede der anwesenden Kolleginnen erklärte: "Aus dieser Maschine trinken wir keinen Kaffee mehr!" So blieb uns nichts anderes übrig, als etwas Geld zu sammeln und eine neue Kaffeemaschine zu kaufen. Wenn die Schaben wüssten, was sie uns eingebrockt haben, sie würden sich freuen. Eine Beschwerde beim Abteilungsleiter und dem Fachdirektor rief die Kammerjäger auf den Plan, die dieser Plage ein Ende bereiteten. 

Verkaufshinweise k. A.
Rezensionen k. A.
Beigaben k. A.
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