Erlebtes

Schreiben Sie die erste Kundenmeinung

 

Verfügbarkeit: sofort lieferbar

11,90 €
inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten
ODER

Erlebtes

Klicken Sie doppelt auf das obere Bild, um es im voller Größe zu sehen

Verkleinern
Vergrößern

Mehr Ansichten

Kurzübersicht

Im dritten Band ihrer "Poemchen", wie sie sie selbst liebe­voll nennt, versammelt Annemarie Böhm erneut kurze Momentaufnahmen ihres langen und erfüllten Lebens.

Details

Im dritten Band ihrer "Poemchen", wie sie sie selbst liebe­voll nennt, versammelt Annemarie Böhm erneut kurze Momentaufnahmen ihres langen und erfüllten Lebens. Dabei formuliert sie ihre erfrischenden Gedanken und lebensklugen Einsichten im gewohnt ungewöhnlichen und eigenwilligen Stil. Wer sich darauf einlässt, lernt eine Persönlichkeit kennen, der bei aller Weisheit und Erfahrung immer noch der Schalk im Nacken sitzt und die voller Lebensfreude jeden Tag zu genießen versteht.

Das Buch ist mit zahlreichen Holz- und Linoldrucken illustriert, die der Bruder der Autorin, Gottfried Junghanns, angefertigt hat.

Zusatzinformation

ISBN 978-3-938157-84-8
Autor Annemarie Böhm
Buchtitel Erlebtes
Untertitel  
Lieferbarkeitsstatus lieferbar
Auflagenart Neuausgabe
Erscheinungstermin 18.02.2009
Verlag Verlag Neue Literatur
Seitenzahl 86
Breite (cm) 12,20 cm
Höhe (cm) 19,90 cm
Verarbeitung Softcover
Abbildungen s/w k. A.
Abbildungen farbig k. A.
Autoren-Information

Annemarie Böhm

Leseprobe

Noch gut gelaufen

Einer uns’rer beiden Söhne
im Oktober ’72
kehrt’ der DDR den Rücken.
Schließlich er in Frankreich lebte.
Ich war Rentner und besucht’ ihn
jed’s Jahr einmal, bis zur Wende.
Üblich immer Telegramm war
für das Abholen am Bahnhof.
Einmal Telegramm aus Erfurt,
was vielleicht doch etwas kurz war.
Als am Gare de l’Est ich ankam,
niemand da, der mich abholte.
Also fuhr allein durch Stadt ich
zu der Wohnung meines Sohnes,
der inzwischen hatt’ geheirat’.
Niemand da, noch heller Tag war.
Abends würden sie schon kommen.
Zu mein’r Warteunterhaltung
sah ich zu den spielend’ Kindern.
Abend kam, es wurde dämmrig,
und mir wurde etwas bänglich.
Ich ging zur Telefonzelle,
"Hilfe in der Not" ich wählte.
Apparat nannt’ Bibelstelle,
und ich legte auf den Hörer.
Dunkler wurd’s, zur Polizei ich.
Schulfranzösisch half ganz gut mir.
Adresse von Schwiegereltern
hatt’ zu Hause ich vergessen.
Doch wenn in Meudon ich wäre,
würde ich mich weiterfinden.
Polizist ging auf mein’n Wunsch ein,
doch ich fand mich nicht zurecht dann.
Fahrt zurück und zur Dienststelle.


Polizei nicht eingerichtet,
dass wer dort konnt’ übernachten.
Einer führt in Heizungsraum mich
und zeigt’ eine Bretterbank mir,
Breite: zwanzig Zentimeter.
Darauf konnte ich mich legen.
Schlief ganz gut und fiel nicht runter.
Nächsten Morgen an lang Tische
trank ich Kaffee mit den Männern
und bekam Croissant dazu auch.
Danach wurde ich gefahren
hin zur DDR-Vertretung.
Und dort wurd’ mir Geld geliehen,
dass ich mir konnt’ weiterhelfen.
Hin zur Wohnung meiner Kinder
und ein’n Zettel in Briefkasten:
»Abends will ich wieder heimfahr’n!«
Dann verbummelte den Tag ich
und fuhr wieder hin zum Bahnhof.
Abends halb sechs, wusst’ ich, fuhr Zug ab. Kurz vor halb sechs: Schwiegertochter
sah ich drängeln durch die Menschen,
Stück dahinter auch mein Sohn kam.
Kinder waren für paar Tage
zu den Eltern ausgewichen,
weil nach Wohnungsrenovierung
Farbgeruch erst wegzieh’n sollte. 

Verkaufshinweise k. A.
Rezensionen k. A.
Beigaben k. A.
Gewicht 0,338

Artikelschlagworte

Benutzen Sie Leerzeichen um Schlagworte zu trennen. Benutzen Sie (') für Phrasen.