Gute Zeiten in schlechten Zeiten

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Kurzübersicht

Überleben – nichts anderes wollen Koni, Egon, Markus, Axel und tausende andere deutsche Soldaten in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Doch das ist einfacher gesagt als getan.

Details

Überleben – nichts anderes wollen Koni, Egon, Markus, Axel und tausende andere deutsche Soldaten in amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Doch das ist einfacher gesagt als getan.

Auch wenn die akute Lebensgefahr durch Kämpfe und Scharmützel vorbei ist, so sind die Bedrohungen durch Hunger und andere Entbehrungen doch allgegenwärtig. Hinzu kommen die Unsicherheit über Verlauf und Ende der Gefangenschaft.

Da werden schnell echte Freundschaften, aber auch nur reine Zweckbündnisse geschlossen, und schon bald fällt bei vielen die Maske der Wohlanständigkeit, wenn es um die nächste Mahlzeit, einen Schutz gegen die Kälte oder auch nur die nächste Zigarette geht. Dann ist (fast) jedes Mittel recht ... 

Zusatzinformation

ISBN 978-3-938157-63-3
Autor Renato Duckeck
Buchtitel Gute Zeiten in schlechten Zeiten
Untertitel

Überleben in amerikanischer Kriegsgefangenschaft

Lieferbarkeitsstatus lieferbar
Auflagenart Neuausgabe
Erscheinungstermin 01.01.2000
Verlag Verlag Neue Literatur
Seitenzahl 164
Breite (cm) 12,20 cm
Höhe (cm) 19,90 cm
Verarbeitung Nein
Abbildungen s/w k. A.
Abbildungen farbig k. A.
Autoren-Information

Roberto Duckeck

Leseprobe

Egon hatte sich nach dem Organisieren der Speckseiten keine Ruhe gegönnt. Vor ein paar Tagen hatte er im Bekleidungslager einen Ballen mit Wollsocken gesehen. Er hatte sich die Stelle gemerkt und wollte sich heute mit den Wollsocken eindecken. Zur Tarnung klemmte er sich eine leere Kaffeekanne unter den Arm, trat unterwürfig zu dem Wachtposten vor dem Aufenthaltszelt und fragte, natürlich unter Zuhilfenahme von Gesten, um die Erlaubnis noch Kaffee für alle nachfassen zu dürfen. Der Posten schien unaufmerksam zu sein, knurrte interesselos ein "Yes, go!", und schon war Egon unterwegs.

Als er außer Sichtweite des Postens war, änderte er allerdings seine Richtung. Schnell fand er die Stelle mit den Wollsocken wieder, und nach kurzer Zeit hatten zwei Paar Socken den Besitzer gewechselt. Mensch, was waren das für Socken! Dick, weiß und warm. Und reichten bis zu den Knien. Die wollte er zum Schlafen anziehen, er fror immer an die Zehen.

Die Socken kamen nun in die Kaffeekanne, die er so hielt, dass der Wachtposten vor dem Zelt absolut keinen Verdacht schöpfte.

Im Zelt angekommen, musste Egon seine Beute sofort anprobieren. Solche warmen und dicken Socken hatten die meisten von seinen Kollegen sicherlich noch nie gesehen, und Egon sonnte sich in seinem Besitzerstolz.

Im gleichen Moment betrat ein Posten das Aufenthaltszelt und gab Anweisung, dass die Schicht beendet sei. Egon hatte keine Zeit und Gelegenheit mehr die Socken aus- und seine alten Schuhe wieder anzuziehen. Er zog die Schneeschuhe an, denn irgendein Schuhwerk musste er ja anhaben, es hätte komisch ausgesehen, wenn er mit den weißen Socken, die alten Schuhe in der Hand, den Heimweg zum Zelt angetreten hätte. 

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Rezensionen k. A.
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