Zweifel

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Kurzübersicht

Dr. Detlef Suhr fordert ein Denken außerhalb der verinnerlichten Denkschienen, er formuliert die Zweifel konkret, rückt den Widersprüchen akribisch zu Leibe und spricht im erbitterten Streit der Historiker um das frühe Mittelalter medizinisch fundiert Klartext.Ein Buch das Geschichte nicht »schreibt«, sondern aufdeckt.

Details

Karl I. (741–814 n. Chr.), bedeutendster Herrscher des Frankenreiches, erster nachrömischer Kaiser Westeuropas, Feldherr und Stratege, Politiker und Jurist, Beschützer des Glaubens, »Vater Europas« – der berühmteste Mensch des frühen Mittelalters: Ist über ihn alles gesagt und geschrieben? Es gibt mehr als 300 deutschsprachige biografische Werke zu Karl dem Großen. Dieses Buch ist anders. Es dokumentiert, wie enorm offizielle Überlieferung und medizinisch-naturwissenschaftliche Logik differieren und wie klar die Indizien gegen die Existenz Karls des Großen als Mensch sprechen. Dr. Detlef Suhr fordert ein Denken außerhalb der verinnerlichten Denkschienen, er formuliert die Zweifel konkret, rückt den Widersprüchen akribisch zu Leibe und spricht im erbitterten Streit der Historiker um das frühe Mittelalter medizinisch fundiert Klartext. Ein Buch das Geschichte nicht »schreibt«, sondern aufdeckt.

Zusatzinformation

ISBN 978-3-940085-32-0
Autor Dr. Detlef Suhr
Buchtitel Zweifel
Untertitel Gab es Karl den Großen wirklich?
Lieferbarkeitsstatus lieferbar
Auflagenart Neuausgabe
Erscheinungstermin 11.11.2010
Verlag Verlag Neue Literatur
Seitenzahl 200
Breite (cm) 12,20 cm
Höhe (cm) 19,90 cm
Verarbeitung Hardcover
Abbildungen s/w k. A.
Abbildungen farbig k. A.
Autoren-Information

Dr. Detlef Suhr

Leseprobe

1. Ein Grab und viele ­Zweifel

1000 Jahre sind vergangen seit der Geburt Jesu Christi, 1753 Jahre seit der Gründung Roms und 186 Jahre seit dem Tode Karls, des großen Kaisers.


Pfingstsonntag, 19. Mai Anno Domini 1000:

In den Mauern der Pfalzkapelle zu Aachen rumort es. Klopfen, Hämmern. Vier Männer machen sich im dürftigen Schein der Fackeln an den Bodenplatten der Kapelle zu schaffen. Die Hacken stoßen auf fast 200 Jahre alten Stein. Es bröckelt, staubt. Endlich gelingt der Kraftakt. Die Bodenplatten geben nach. Staub wirbelt aus der Tiefe auf.
Nicht kriminelle Energie treibt sie an – den deutschen König und Kaiser Otto III., einen Grafen und zwei Bischöfe – nein, es geht um höhere Ziele.
Ein unangenehmer, modriger Geruch schlägt ihnen ent­ge­gen. Im schwachen Licht der Fackeln wird eine Gestalt erkenn­bar. Eine ausgetrocknete Leiche sitzt auf einem kostbaren Stuhl, einem Thron.
Hören wir einen Augenzeugen:
»Wir traten bei Karl ein. Er lag nämlich nicht, wie üblicherweise die Leiber anderer Verstorbener, sondern saß wie lebendig auf einen Thron, war mit einer goldenen Krone gekrönt, hielt das Szepter in den Händen mit angezogenen Handschuhen, durch die bereits Fingernägel durchbohrend herausgewachsen waren. Über ihm war ein aus Kalk und Marmor ziemlich gut gebautes Gewölbe. Wir beschädigten es beim Hinkommen, indem wir ein Loch hineinbrachen. Als wir dann zu ihm eintraten, nahmen wir einen sehr starken Geruch wahr. Mit gebeugten Knien richteten wir sofort ein Gebet an ihn. Kaiser Otto bekleidete ihn dann mit weißen Gewändern, beschnitt ihm die Nägel und stellte alles Abgefallene um ihn wieder her. Nichts von seinen Gliedern war bis dahin durch Verwesung vernichtet, nur von seiner Nasenspitze fehlte ein wenig. Sie ließ der Kaiser sogleich aus Gold ergänzen und ging dann weg, nachdem er aus [Karls] Mund einen Zahn gezogen und das Gewölbe wieder hatte herstellen lassen.«
Ist das nicht eine starke Geschichte? Ein wenig schaurig gewiss, aber unstreitig interessant.
Doch ist sie auch wahr?
Sollten den einen oder anderen Leser leise Zweifel beschleichen, kann ihm das niemand verdenken. Die Geschichte von der Graböffnung in Aachen weckt tatsächlich Zweifel – Zweifel an etwas, woran man eigentlich nicht zweifeln darf: an der Geschichte Karls des Großen. 

Verkaufshinweise k. A.
Rezensionen k. A.
Beigaben k. A.
Gewicht 0,319

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