Mekka gen Westen

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Kurzübersicht

Shimshal im Karakorum, Pakistan: Das Leben hier, auf 3.000 Metern Höhe, ist auch im neuen Jahrtausend hart und entbehrungsreich – besonders für Europäer.

Details

Shimshal im Karakorum, Pakistan: Das Leben hier, auf 3.000 Metern Höhe, ist auch im neuen Jahrtausend hart und entbehrungsreich – besonders für Europäer. Der Lebensrhythmus wird vom Lauf der Jahreszeiten und der Natur bestimmt: extreme Temperaturschwankungen, das nahezu gänzliche Fehlen moderner Errungenschaften wie fließendes Wasser und Elektrizität sowie ein Zusammenleben der Menschen auf engstem Raum sind an der Tagesordnung und hinterlassen Spuren – »Hände wie Baumrinde« haben dort oft schon Kinder.Wie kommt eine Lehrerin aus Baden-Württemberg dazu, für ein Jahr dort hinzugehen und in dem kleinen Bergdorf Englisch zu unterrichten?Christiane Fladt hat diesen ungewöhnlichen Schritt gewagt. In "Milchtee mit Salz" nimmt sie uns mit auf die Tour, in deren Verlauf sie sich endgültig mit dem Pakistan-Virus infizierte und diesen Entschluss fasste – trotz aller Warnungen im Nachgang des 11. September 2001! Begeistert von der warmherzigen und gastfreundlichen Offenheit der Menschen und der beeindruckenden landschaftlichen Kulisse lebte sie ein Jahr im Haus der Familie von Lal Paree und Qudrat Ali. Jenseits ausgetretener Touristenpfade bekam sie einen tiefen Einblick in den Alltag und die Bräuche an diesem abgelegenen Ort, an dem "Mekka gen Westen" liegt.


Zusatzinformation

ISBN 978-3-938157-48-0
Autor Christiane Fladt
Buchtitel Mekka gen Westen
Untertitel

Unterwegs in Pakistan

Lieferbarkeitsstatus lieferbar
Auflagenart Neuausgabe
Erscheinungstermin 27.10.2006
Verlag Verlag Neue Literatur
Seitenzahl 208
Breite (cm) 12,20 cm
Höhe (cm) 19,90 cm
Verarbeitung Hardcover
Abbildungen s/w k. A.
Abbildungen farbig k. A.
Autoren-Information

Christiane Fladt

Leseprobe

Ende Juli 2002. "Bloody Osama", sagte der Manager des Mountain Inn in Chitral, als wir uns über sein Gästebuch beugten. Chitral ist die Hauptstadt der Northwest Frontier Province in Pakistan, es liegt keine 50 Kilometer entfernt von der Grenze zu Afghanistan.

In Gästebüchern zu blättern bedeutete sonst immer eine vergnügliche Lektüre: Woher kommen sie alle, was sind sie von Beruf, wie alt sind sie, warum sind sie hier? Man konnte ja sogar mal auf einen bekannten Namen stoßen, die Welt ist klein.
"Bloody Osama". Ein Blick in dieses Gästebuch erklärte den Zorn, die Bitterkeit. Bis zum 11. September 2001 bevölkerten Hunderte und Aberhunderte von Gästen, vorwiegend Bergsteiger und Trekker, die Seiten. Chitral liegt am Hindukusch, der Siebentausender Tirich Mir thront über der Stadt, unzählige neue Routen und noch namenlose Gipfel harren ihrer Entdeckung, hier ist für Bergsteiger das schiere Paradies. Bis zum 11. September. Die Hand voll Namen, die sich seit diesem Datum auf den Seiten des Gästebuchs fast verloren, gehörten Reportern, Ärzten, Mitarbeitern von Hilfsorganisationen. Von Touristen keine Spur. Das Mountain Inn blieb leer, die Wanderer wanderten woanders.

Täglich war die Welt informiert worden über Afghanistan, das Grenzgebiet zu Pakistan, den Hindukusch, Höhlen und Verstecke, Überfälle, wilde Stammeskrieger. War die Grenze zu Pakistan nicht durchlässig wie Löschpapier, waren da nicht Taliban mit den Flüchtlingsscharen herübergesickert, hatten sich nicht versprengte Al-Qaida-Kämpfer in Pakistan neu formiert, war es nicht überhaupt fundamentalistisch unterwandert, dieses Pakistan? Und dann noch der ewige Kaschmir-Konflikt – wenn das nicht ein Gefahrengebiet erster Güte war, Jesus Maria. 

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Gewicht 0,342

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